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'Briefe aus Sizilien'


Autor: Friedrich Maximilian Hessemer
Veröffentlichung: 1995
GHL-Nr.: 092

Kommentiert und herausgegeben von Maria Teresa Morreale, mit 50 Abbildungen von Originalzeichnungen des Autors.


Zum Inhalt
Neben den sizilianischen Briefen des hessischen Architekten und Dichters Friedrich Maximilian Hessemers sind folgende aus der Feder von Frau Prof. Maria Teresa Morreale stammende Aufsätze abgedruckt:

I. Deutsche Sizilienreisende von Riedesel bis Platen
II. F. M. Hessemers lange Reise durch die Schweiz, Italien und Ägypten
III. Die Reise durch Sizilien
IV. Unedierte Briefe, Zeichnungen und Skizzen aus Italien und Ägypten

Notizen zur Biographie F. M. Hessemers und zu seinem literarischen Werk.

 
Leseproben
" (...) Die Reise durch Sizilien war oft anstrengend und mühevoll: der Scirocco und die zum Teil unerträgliche Hitze, die Mücken, die Übelkeit in Segesta…Und doch blieb Sizilien der schönste Teil der langen und an Erfahrung reichen Reise. "Sizilien", schreibt er am 21. Juni, "ist der Punkt über dem ‚i', der Italien erst vor den übrigen Buchstaben seinen Charakter gibt; das übrige Italien scheint mir fast nur ein würdiger Stengel, um solch eine Blume zu tragen." Im selben Brief führt Hessemer auch Goethes bekannten Satz an, der ihn so sehr beeindruckt hat: "Hier ist der Schlüssel zu allem." (Morreale) (...) "
" (...) Ein alter Mann rief uns zurück, ob wir vorlieb nehmen wollten, uns etwas bei ihm zu erfrischen; wir kehrten freudig um, er nötigte uns in sein kleines niedriges Hüttchen zwischen dem aufgescheiterten Holz, mit seinem Korkmesser schnitt er uns Brot zu und reichte abwechselnd die Krüge mit Wasser und Wein. , dann brachte er uns auch noch einige salzene Kapern … und Ricotta. Diese Gastfreundlichkeit, womit er sein Möglichstes tat, freute uns sehr; wir erzählten ihm unsere Schicksale zu Wasser und Land, wie wir so weit herwären, wie wir alles zu hause verlassen hätten, um dieses fremde land kennenzulernen; der alte Mann nahm wahrhaft herzlichen Anteil, die jüngeren Burschen standen im Kreise herum und lauschten auf unsere Erzählung, von unserem Lande und unseren Lieben, von der Schweiz und ihrem Schnee, von Rom und dem Papste, u.s.w. Wir gingen endlich, von den Segenswünschen der Leute begleitet, sie nahmen nichts, wollten uns sogar noch dankend die Hände küssen….Sie sahen uns noch lange nach und riefen noch aus der Ferne auf unser Wohlergehen (...)

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