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'Joseph Conrad in europäischen Kontexten'


Autor: Willi Erzgräber
Veröffentlichung: 1998
GHL-Nr.: 097

Vortrag mit Anhang zur Verleihung der Merck-Ehrung an den Autor.


Zum Inhalt
Der Pole Joseph Conrad, der als Schriftsteller in der englischen Literatur eine bedeutende Rolle spielt, wird vom Freiburger Anglisten Willi Erzgräber in seinen europäischen Kontexten beschrieben. Die verschiedenen Perspektiven der Erörterung werden in den Abschnittsüberschriften deutlich, die das Biographische, das Verhältnis zur französischen, deutschen und russischen Literatur und zur deutschen Philosophie akzentuieren. Die Darstellung klingt mit der Erörterung des europäischen Kontexts in ‚Nostromo' aus. - Im Anhang enthält das Bändchen die rede Willi Erzgräbers anlässlich der Verleihung der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung durch die Stadt Darmstadt sowie die Ansprache des Oberbürgermeisters Peter Benz.

 
Leseprobe
" (...) Conrad hat die künstlerische Einstellung zur Realität in "Heart of Darkness" und in Lord Jim am Beispiel von Capt. Marlow verdeutlicht. Er ist der Erzähler, der von seinen Begegnungen mit Kurtz und Jim im Freundeskreis berichtet. Als Buddha in europäischen Gewändern nimmt er seine Zuhörer in den Prozeß der Meditation und der künstlerischen Kontemplation hinein, in dem sich in seltenen Augenblicken, die Conrad wie Hardy und Woolf "moments of vision" nennt, ein Verständnis der wahren Struktur der Realität, des Kreislaufs von Geburt und Leben, Tod und Wiedergeburt, der ständig im Zeichen einer ontologischen Schuld steht, erschließt. Daß Conrad in Lord Jim (1900) neben Schopenhauer weitere Anregungen aus der Deutschen Literatur verarbeitete, beweisen die beiden Zitate aus Goethe und Novalis, die er in diesen Roman eingliederte. Im zentralen20. Kapitel, in dem sich Stein über Jims Schicksal und Charakter äußert, …, verwendet er folgendes Tasso-Zitat, um einen Moment seines Lebens zu charakterisieren: "So halt' ich's endlich denn in meinen Händen/ Und nenn es in gewissem Sinne mein." (...) "

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