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'GOETHE - Aus seinem Leben'
(2. Auflage)


Autor: Fritz Ebner
Siehe auch: 1. Auflage
Veröffentlichung: 2002
GHL-Nr.: 103


Zum Inhalt
In 39 Vorträgen, Reden, und Aufsätzen zeichnet Fritz Ebner ein facettenreiches Bild Johann Wolfgang Goethes, seines Lebenswegs und seiner Beziehungen zu einer Vielzahl der ihm begegnenden und ihn begleitenden Männer und Frauen. Seine Schilderungen leisten durch die in ihnen eröffneten gesellschaftlichen, biographischen und kulturellen Perspektiven wesentliche Hilfen zum Verständnis des dichterischen Werks, nicht zuletzt aber auch zum Verständnis der Person des Dichters, Staatsmannes und Gelehrten. - Mit der Herausgabe der Textsammlung würdigt die gesellschaft hessischer literaturfreunde e. v. die großen Verdienste des Autors um die Erinnerung an den Dichter und um die stetige Anregung zur Auseinandersetzung mit dem dichterischen Werk.

 
Leseproben
" (...) Der Bürgersohn Johann Wolfgang Goethe mußte lange suchen, bis er endlich seinen Platz in dieser Welt gefunden hatte. Wer als Bürgerlicher damals in einer vom Adel geprägten Gesellschaft ein zufrieden stellendes Auskommen und auch ein entsprechendes Einkommen erlangen wollte, brauchte viel Verstand, aber unbedingt auch ein bisschen Glück. Für Goethe war das doppelt schwer, denn er wollte das Leben eines Dichters führen und gleichzeitig an den Geschäften dieser Welt teilnehmen. Nachdem er durch sein Schauspiel "Götz von Berlichingen" und den Roman "Die Leiden des jungen Werthers" ersten literarischen Rum erringen konnte, war es in Frankfurt zu einer Begegnung mit dem Erbprinz Carl August von Sachsen-Weimar gekommen. Diese Verbindung riß diesmal nicht gleich wieder ab: Carl August heiratete bald darauf Prinzessin Luise von Hessen-Darmstadt, eine Tochter der "Großen Landgräfin", und beide luden Goethe schließlich ein, zu ihnen an den Weimarer Hof zu kommen (...) " - aus: Silvesterabend 1779/80 in Dieburg
" (...) Im Januar 1791 verließ er (d. i. Johann Heinrich Merck) Darmstadt. Bald darauf schrieb er: "Wenn man Straßburg hinter sich hat, merkt man sogleich, dass die Revolution steht..." In Paris besuchte der Kunstfreund zuerst den Maler Jacques Louis David, der ihn mit in den Jacobinerclub nahm. Dort hielt Merck eine Rede, die lebhaftesten Beifall fand… In seiner Rede hatte er gesagt: Um in Frieden und in Sicherheit zu bestehen, habe jeder Staat immer nur einen Weg, nämlich den dass sich freie Menschen in Harmonie über ihre Interessen verständigten. Im Februar 1791 trat Merck die Rückreise an, und im März war er wieder in Darmstadt. Hier berichtete er, dass er eine Gegenrevolution für aussichtslos halte. Aber nun kam der Prinz Condé nach Darmstadt. Er war einer der Führer der adligen Emigranten. Noch geschah nichts. Dann jedoch, am 12. Juni, traf Graf Charles Philippe Artois ein, ein Bruder Ludwigs XVI. und Hauptgegner der Revolution. Er wurde vom Landgrafen im Schloß empfangen. Zwei Wochen später, am 27. Juni 1791, machte Merck durch einen Pistolenschuß seinem Leben ein Ende - in vollständiger Geisteszerrüttung und in einem Anfall von Schwermut, wie es heißt (...) " - aus: Johann Heinrich Merck - Ein Leben für Freiheit und Toleranz / Vortrag, gehalten in Darmstadt am 10. Mai 1995

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