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'Ernst Elias Niebergall - Bilder aus einem unauffälligen Leben'


Autor: Rudolf Becker
Veröffentlichung: 1998
GHL-Nr.: 098


Zum Inhalt
Bekannte und neue Perspektiven zu Leben und Werk des Autors des "Datterich" und der Posse "Des Burschen Heimkehr oder Der tolle Hund" sind in Rudolf Beckers Darstellung vereint. Eine Vielzahl von Abbildungen verdeutlichen die besonderen Zeit- und Lebensumstände des Dichters. Im hinteren Einbanddeckel eingesteckt ist das Faksimile eines Briefs, in welchem Niebergall den Freund Staudinger um die Vermittlung von Subskribenten für den Druck seines Stücks "Der tolle Hund" bittet.
Neben Hinweisen auf die verfügbare Literatur schildert Becker die verschiedenen Stadien des Dichterlebens bis hin zu den düsteren Wendungen seines Lebensabends.

 
Leseprobe
" (...) Wir können uns den Studenten Niebergall, bzw. den allseits beliebten "Streff", am ehesten so vorstellen: ein fröhlicher, mitunter ausgelassener Kommilitone, der an seinem guten Schoppen stets seine Freude hatte, zu allen Späßen aufgelegt, nicht zimperlich, wenn es sein musste, aber dann wieder gutmütig und herzlich, natürlich und unkompliziert, mit Witz und Humor begabt, ein Mensch, der nichts besonders ernst nahm, der über alles lachen konnte, nicht zuletzt auch über sich selbst, und der darum bei seinen Mitschülern sehr beliebt war. (...) "
" (...) Gemeinsam ist ihnen die kaum begreifbare Erkenntnis, dass Datterich bei all seiner Unverschämtheit, den unverfrorenen Gaunereien, obwohl er intrigiert, lügt und betrügt, unsere Bewunderung erweckt, wir ihn weitaus sympathischer finden als all die ordentlichen, moralisch untadeligen Bürger um ihn herum. Früher glaubte man dies dadurch begründen zu können, dass man Datterich als Außenseiter der Biedermeiergesellschaft bezeichnete, in ihm sogar einen heimlichen Revolutionär gegen diese Welt sehen wollte. Spätestens seit Ruppel und Hensel zweifelt aber niemand mehr daran, dass er als ein Reineke Fuchs der Biedermeierzeit mitten in ihr steht. (...) "

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