Inhalt:

Startseite

Über uns

Autoren

Publikationen

 Überblick

 Im Einzelnen

Veranstaltungen

Links

Kontakt




 
 

'Darmstädter Theaterkritiken'


Autor: Bernhard Rzehak
Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Hannelore Rieg.
Mit Fotografien von Pit Ludwig und Günter Schreckenberg.
Veröffentlichung: 1989
GHL-Nr.: 080


Zum Inhalt
Hannelore Rieg hat für diesem Band Theaterkritiken und einige Film- und Buchrezensionen des Darmstädter Oberstudienrats und Journalisten Bernhard Rzehak ausgewählt. Die glänzend geschriebenen Texte lenken den Blick des Theaterfreunds wieder auf die Leistungen an den Darmstädter Bühnen der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. - Der Leser trifft nach einer Kleinen Philosophie des Foyers auf fünf Gruppierungen der Rezensionen:
  • "…den Faust spielen, wie er im Buche steht" Klassiker von der Antike bis zur Moderne
  • "Klagende Melodie der Vergänglichkeit" Österreichische und russische Autoren
  • "Wir lieben das Leben nicht, aber es muß gelebt werden" Von Michel de Ghelderode bis Helmut Qualtinger
  • "Mit Glanz ins Darmstädter Herz eineigebisse" Aufführungen der Hessischen Spielgemeinschaft
  • "Noch einmal mit Geschmack" Eine Buchrezension und eine Kostprobe Filmkritik
Statt eines Nachworts beschließt ein bemerkenswerter Brief Gustav Rudolf Sellners an Bernhard Rzehak den Buchtext.

 
Leseprobe
" (...) Zierliche Tanzschritte, brennend rote Kleider zum Entree, dann gleich das Ritual des Regierens - Menschen, nein, nicht Menschen: Titelträger, die wie Schachfiguren auf einer riesigen Landkarte posieren, abgezirkelt, statisch, getragen und gelenkt in einer gedrechselten Choreographie der Zivilisation - dies der Beginn: ein höfisches Fest, Zelebration des Monarchischen.

Dann später ein Moment, wir greifen ihn heraus aus dem Sturm auf der Heide, aus dem fahlen Licht, aus der leeren, nackten Bühne, um die es tobt. Zuckend, in Lumpen, ein Häuflein Menschen, zu einem Klumpen geballt, fröstelnd und zitternd, wie Tiere, die sich in Angst aneinanderdrängen: die Narren und die verstoßenen. Schrill fistelnd macht sich Irrsinn Luft, gellt gegen den Sturm. Ein Bild, so grell, so starr wie schwelend explosiv. (...) " - Aus: Ein Kreuzweg: Lear, der Mensch im Leeren, Gustav Rudolf Sellner inszeniert Shakespeares Stück, deutsch von Frank Günther, im Staatstheater Darmstadt, 26.4.83

© 2006-2017 Ges. Hess. Literaturfreunde e.V. | Impressum