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'In Memoriam Carlo Mierendorff 1897 - 1943'


Neu herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Artur E. Bratu
Autor: Carlo Mierendorff
Veröffentlichung: 1980
GHL-Nr.: 056


Zum Inhalt
Das Bändchen wurde - eingeleitet von Herbert Nette -als letzte Publikation des 1948 verstorbenen Darmstädter Druckers und Verlegers Joseph ( Pepy) Würth erstmals der Öffentlichkeit übergeben. - Artur E. Bratu hat mit der freundlichen Genehmigung von Frau Charlotte Würth für die Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde die Neuherausgabe besorgt:

Kasimir Edschmid, In Memoriam Carlo Mierendorff
Rede von Dr. Theodor Haubach anlässlich der Einäscherung von Carlo Mierendorff auf dem Waldfriedhof in Darmstadt am 22. Februar 1944
Carlo Mierendorff:
- Der Gnom
- Lothringer Herbst - Einer königlich-preußischen Lazarettverwaltung in dankbarer Ergebenheit
- Die Seereise
- Pioppis Sonntagnachmittag
- Apokalyptische Hasenjagd oder Herrn Louis' Abenteuer im Badener Forst
- Hätte ich das Kino!
- Der Mensch ent"puppt" sich

 
Leseprobe
" (...) Das Filmbild ist auch nicht dem Bild schlechthin gleichzusetzen. Es spottet jedem physikalischen Gesetz. Es ist nicht Bild, das unter statischem Gesetz aus einer Mitte heraus nach allen Seiten sich verbreitet. Üblicher Betrachtung, organisch Gewachsenes von der Wurzel her (natürliche Gewohnheit) aufzunehmen, entweicht es. Von oben stürzt alles herein. Von oben schießt alles nach. Auch hier Norm der Körperlichkeit gesprengt. In katastrophalem Vertikalismus jagen die Bilder herunter. Alles nach unten zugespitzt. Nichts bestürzender, als wenn Kreatur von oben her nachwächst. Punkte vom Rande gelöst (nicht aus dem Horizont brechen sie hervor), regnen herab und werden strömend Kavalkaden, Fechter, Renner, Sektflaschen, Kartenspiel und Geld. Das ist die Entwurzelung. Hier fängt die Beobachtung an, daß Kino nichts ist als Darstellung des automatisierten Menschen. Daß man es nicht bemerke, hilft Musik mit. Rasselnd einst Orchestrion, als es noch blies und schnaufte. Harmonium, von der Traurigkeit in die Herzen weht (...) " - Aus: Hätt' ich das Kino

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