Inhalt:

Startseite

Über uns

Autoren

Publikationen

 Überblick

 Im Einzelnen

Veranstaltungen

Links

Kontakt




 
 

'Die Erziehung unserer Jugend im Geiste der Völkerversöhnung auf der Grundlage deutscher Bildung'


Eine Preisschrift aus dem Jahr 1921, nach einer Preisaufgabe des Hessischen Landesamtes für das Bildungswesen (Mai 1920)
Autor: Hermann Poepperling
Mit einem Geleitwort von Ludwig Engel
Veröffentlichung: 1975
GHL-Nr.: 043


Zum Inhalt
1. Abschnitt:
Allgemeine Erörterung der Friedensidee und Begründung ihrer pädagogischen Verwendbarkeit
2. Abschnitt:
Die Schule als Ganzes in ihrem Verhältnis zur Friedensidee
3. Abschnitt:
Friedenspädagogik als Erziehungsaufgabe
4. Abschnitt:
Friedenpädagogik als Bildungsaufgabe
5. Abschnitt:
Friedensgesinnung als Weltanschauungsfrage

 
Leseprobe
" (...) Soviel wurde jetzt schon klar, der Entschluß, für Völkerversöhnung zu arbeiten, ist in seinem Ursprung untrennbar verknüpft mit einer bestimmten politischen Grundhaltung. Er wirkt folgenschwer auf jene ein und muß seine Kraft aus politischer Urteilskraft und Überzeugung beständig neu schöpfen. An dieser Tatsache knüpft ein letzter bedeutsamer Einwand an. Es ist dieser: Die Schule sei nicht der Ort für die Erziehung im Sinne einer bestimmten politischen Idee, die Schule müsse ihrem Wesen nach grundsätzlich unpolitisch sein, das jugendliche Alter der Zöglinge allein verbiete eine Einwirkung in dem Sinne, wie die hier gestellte Aufgabe sie beabsichtigt. - Allgemeines Mißtrauen, ein unbequemes Gefühl und persönliche Abneigung gegen Neues überhaupt, das in die Schule Eingang finden soll, mag gerade in den Kreisen der Erzieher solche Meinung nähren. Für sie gilt das Wort Schillers aus seiner Jenaer Antrittsvorlesung: "Jede Erweiterung seiner Brotwissenschaft beunruhigt ihn, weil sie ihm neue Arbeit zusendet oder die vergangene unnütz macht; jede wichtige Neuerung schreckt ihn auf, denn sie zerbricht die alte Schulform… Wer hat über Reformatoren mehr geschrieen als der Haufe der Brotgelehrte? Wer hält den Fortgang nützlicher Revolutionen im Reich des Wissens mehr auf, als eben diese; sie fechten mit Erbitterung, Heimtücke, mit Verzweiflung..." (...) " - Aus: 1. Abschnitt, S. 13/14

© 2006-2017 Ges. Hess. Literaturfreunde e.V. | Impressum