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'"…der Grundstein meines Tagebuchs…"'


Autorin: Irmgard Kruse
Veröffentlichung: 1971
GHL-Nr.: 035


Zum Inhalt
Goethes Rast in Eberstadt am 30. Oktober 1775 und das Tagebuchblatt des selben Tages stehen im Zentrum der Abhandlung, in welcher Irmgard Kruse die Lebenssituation, die wichtigsten mit der Person Goethes verbundenen Mitglieder der Familie und die Freunde, nicht zuletzt auch Lilly Schönemann und die Weimarer Hofgesellschaft betrachtet.

 
Leseprobe
" (...) Dies ist das Neue, das Einzigartige: er kann auf dem Welttheater mitspielen selbst wenn die "Welt" in der Form des Weimarer Herzogtums erscheint, ist es etwas anderes, als sich in dem eingeschränkten Frankfurter Kreis zu bewegen. " …. ist doch immer besser als das untätige Leben zu Hause, wo ich mit der größten Lust nichts thun kann. Hier hab ich doch ein paar Herzogthümer vor mir", schreibt er am 14.02.1776 an Johanna Fahlmer in einem Brief, in dem wir einen besonders ausgewogenen und umfassenden Rechenschaftsbericht über die Bedeutung dieser ersten Weimarer Zeit erhalten. "Ich wird auch wohl dableiben und meine Rolle so gut spielen als ich kann und so lang als mir's und dem Schicksaal beliebt. Wär's auch nur auf ein paar Jahre. … Und der Herzog kriegt auch dadurch Liebe zur Arbeit und weil ich ihn gut kenne bin ich über viel Sache ganz und gar ruhig. Mit Wieland führ ich ein liebes häusliches Leben. Die Mägdlein sind hier gar hübsch und artig, ich bin gut mit allen. Eine herrliche Seele ist die Frau von Stein, an die ich so was man sagen mögte geheftet und genistelt bin. Luise (die junge Herzogin) und ich leben nur in Blicken und Sylben zusammen. Sie ist und bleibt ein Engel. Mit der Herzogin Mutter hab ich sehr gute Zeiten, treiben wohl auch allerhand Schwänck und Schabernack. Sie sollten nicht glauben wie viel gute Jungens und gute Köpfe beysammen sind, wir halten zusammen, sind herrlich untereins und dramatisieren einander, und halten den Hof uns vom Leibe." (...) "

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