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'War es der Himmel auf Erden? - Ein Sommerbrevier. Erinnerungen ohne Sentimentalität'


Autorin: Dorothea Hollatz
Veröffentlichung: 1971
GHL-Nr.: 033


Zum Inhalt
Das sommerliche Leben auf dem Gut Lüskow in vorpommerscher Landschaft ist Thema einer im Rückblick verklärten Schilderung: Die Protagonisten sind - neben den zahlreichen Jüngeren - die Großelterngeneration, die Eltern, Tanten, die viele Mitglieder umfassende "Freundschaft" und das ländliche Gesinde, die sich sozusagen am Vorabend des I. Weltkriegs auf dem Landgut begegnen.

 
Leseprobe
" (...) Urgroßeltern zählen kaum; sie haben, so schien es, zur Zeit der Perserkriege oder wer weiß wann gelebt; es waren andere, zur nahen Familie gehörige Gräber, die das Herz berührten. Da stand auf weißem Marmor der Name unseres Brüderchens, das so jung gestorben war, daß man sich seiner nicht mehr erinnern konnte. Auf einem anderen Kreuz war der Name des kleinen toten Vetters zu lesen, beides auf merkwürdig abwesende Weise traurig und tröstlich zugleich - und sehr der Gegenwart entrückt. Wir pflückten die Blumen vom Feldrand in Rot, Blau, Weiß und Gelb und stellten sie in Gläser, deren Wasser wir auswechselten, mitten in den wuchernden Efeu. Später barg dieser Friedhof, der noch lange Zeit eine Art Besitzrecht in uns wachhielt, das Grab der frühverstorbenen, heißgeliebten Mutter. In einen grau-rötlichen Findling aus der heimatlichen Erde war ihr Name eingegriffelt, dem sich viel später der des Vaters zugesellte. Heckenrosen rankten an Kreuzen, Steinen und Gittern hoch (...) " - Seite 53

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