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'Unser Satz endet mit dem Komma'


Autor: Heinz-Joachim Heydorn
Mit einem Nachwort von Heinz Winfried Sabais.
Veröffentlichung: 1969
GHL-Nr.: 027


Zum Inhalt
…Heydorns Gedichte, sprachlich mannigfach literarischer Zeitgenossenschaft verpflichtet, sind versinnlichte Reflexion. Sie tragen nicht irgendeine ästhetische Gefälligkeit, sondern die Haut des Autors zu Markte. Unversöhnlich gegenüber allen Verfestigungen der Unmenschlichkeit, geben sie ihrem "Tagtraum" die alle Ideologie widerlegende Gestalt des leidenden Ichs. Sein Auge schwingt "am Haken der großen Laterne, die nicht ausgeht". "Bewußtsein als Quelle der reinen Freuden" wird als Schmerz erfahren. Es ist die Quelle, die auf der Wasserscheide zwischen Irrealität und Realität entspringt…
H.W. Sabais in: Nachwort

 
Leseprobe
" (...) Hektors Abschied von Andromache

Die Nach weicht zögernd zurück
In der die Schalen der Welt
Ineinanderklingen
Und die Plejaden
Den irrenden Schiffer
Am Mahlstrom vorbeigeleiten

Stunde des Abschieds
Wenn der Fährmann
Die Stange vom Ufer stößt
Und das Boot der Erschlagenen
Über den Acheron hintreibt
Unter dem tropfenden Blut des Mondes

Die Nacht weicht zurück
Vor der Kröte des Zwielichts
In ihr Gehäuse
Schon schwingt die Sonne
An ihren Drähten
In denen ein Vogel hängt (...) "

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