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'Welt ohne Klassik'


Autor: Fritz Usinger
Veröffentlichung: 1960
GHL-Nr.: 001


Zum Inhalt
11 Essays in literarischer, bildnerischer und kulturphilosophischer Reflexion der geistigen Welt Europas um die Mitte des 20. Jahrhunderts suchen den Standort der zeitgenössischen künstlerischen Produktivität zu bestimmen. Ausgehend von Goethes Wirksamkeit in der deutschen Klassik setzt sich der Autor u. a. mit Stéphane Mallarmé, Gerhart Hauptmann, Rudolf Kassner, Stefan George, Rudolf Pannwitz, Marie Luise Kaschnitz und dem Bildhauer Jean Arp auseinander.

Mit diesem Band eröffnete die Gesellschaft Hessischer Literaturfreunde ihre Reihe HESSISCHE BEITRÄGE ZUR DEUTSCHEN LITERATUR.

 
Leseproben
" (...) Klassisch, das heißt eigentlich nach diesem Muster, daß alle Gehalte Form geworden sind, daß Gehalt und Form sich die Waage halten, dass ein Maximum beider erreicht ist und man sich ein Mehr an Gehalt oder Form nicht denken kann. Dieses künstlerische Schöpfungswunder geschah zum ersten Male in Griechenland, und nach diesem Vorbild bemessen sich später, offen oder geheim, alle klassisch genannten künstlerischen Produktionen, ob sie nun der Kategorie des Worts oder der aus einem stofflichen Material bildenden Künste angehören. (...) " - Aus: Goethe und das Rätsel der Deutschen Klassik
" (...) Wenn man auch sagen kann, dass die Malerei des Expressionismus inzwischen eine ihrem Rang entsprechende Einschätzung gefunden hat, wie dies besonders für die Dresdner Gruppe der "Brücke" und für die Münchener Gruppe des "Blauen Reiters" gilt, so ist doch festzustellen, dass die Literatur des Expressionismus diese Einschätzung nicht gefunden hat. So erschien etwa im Jahre 1917 die Erzählung "Bébuquin" von Carl Einstein, einer der kühnsten Prosaversuche der damaligen Zeit und der letzten fünfzig Jahre überhaupt. Dieses Werk ist völlig vergessen, und dennoch ist es so etwas wie ein erster Versuch der totalen Formauflösung des seitherigen Erzählstils, und es ließe sich von dort her eine unmittelbare Beziehung finden zu den von uns schon ausgeführten revolutionären Werken von Joyce, Musil, und Broch. Aber niemand hat sich bis jetzt die Mühe gemacht, diesen Dingen nachzugehen. (...) " - Aus: Der moderne Roman und der Leser

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